Der Maulkorb

Wahrscheinlich ist kein Hilfsmittel in der Hundewelt so umstritten wie der Maulkorb. Er ist mit vielen Vorurteilen und Irrglauben verbunden, wie z.B. die Hunde könnten sich körperlich nicht mehr gut genug  mit ihrer Umwelt auseinandersetzen. Es sei gesagt, dass Hunde mit allen vorhandenen Körperteilen kommunizieren und so macht die winzige Stelle um das Maul herum, die der Maulkorb bedeckt, dem Hund keine Probleme. Auch macht ein Maulkorb einen Hund nicht aggressiv. Der Maulkorb ist ein nützliches Werkzeug, schafft immense Sicherheit und Freiheit im Umgang mit dem Hund und er verbessert signifikant die Lebensqualität für Menschen und Hunde. Er sollte allerdings sorgfältig ausgesucht und richtig auftrainiert werden.

Leider lässt die gesellschaftliche Akzeptanz zu wünschen übrig. Oft hören wir von Kunden, deren Hunde einen Maulkorb tragen müssen, übrigens aus unterschiedlichen Gründen (!!!), dass sie bedauernde Blicke zugeworfen bekommen, PassantInnen die Kinder zu sich reißen, die Straßenseite wechseln oder die Halterinnen und Halter werden direkt angesprochen, was allzu oft keine freundliche Konversation zur Folge hat. Wir finden, dass ein Mensch, der seinem Hund einen Maulkorb aufsetzt, wenn dies nötig ist, verantwortungsvoll handelt und es zeigt, dass dieser seinen eigenen Hund gut einschätzen kann.

Der Maulkorb ist kein Strafwerkzeug für Hunde und diese empfinden es auch nicht so. Sitzt ein Maulkorb korrekt, ist er für einen Hund nicht allzu störend. Er beeinträchtigt den Hund in keinem nennenswerten Masse, auch wenn eine sehr geringe Einschränkung sicher vorhanden ist. Alle Brillenträger wissen, dass die Gewöhnung an diesen Fremdkörper seine Zeit braucht, die Brille allerdings nach kurzer Zeit nicht mehr wirklich wahrgenommen wird, wenn sie auf der Nase sitzt.

Wie die Brille beim Menschen, erhöht sich in der Gesamtbetrachtung die Lebensqualität, sowohl für den Hund als auch für dessen HalterIn, weil er sicher stellen kann, dass ein Hund, der z.B. zu aggressiven Handlungen mit Beißabsichten neigt, nicht beschädigen kann. Allerdings sind Verletzungen durch die Krallen, das Stoßen mit dem Maulkorb oder die pure Körperkraft des Hundes immer noch möglich. Jedoch sind diese weitaus weniger schlimm, als wäre der Maulkorb nicht aufgesetzt worden. Die HundehalterInnen können entspannt spazieren gehen und der Hund genießt größere Freiheiten, mit oder ohne Leine, in einem geeigneten Umfeld. Trotzdem ist umsichtiges und verantwortungsvolles Verhalten, ob mit oder ohne Maulkorb, immer eine Pflicht der Halterinnen und Halter!!!

Einige Maulkörbe können auch das Aufnehmen von Giftködern zuverlässig verhindern.

Auch kann er sinnvoll eingesetzt werden, um zu verhindern, dass ein Hund eigene Körperstellen schädigt, wir sprechen hier von stereotypen Verhaltensweisen.

Ganz sicher kann er hilfreich sein, den Heilungsprozess durch Lecken einer Wunde zu verhindern.

In manchen Urlaubsländern, aber auch in einigen unserer Städte, ist er in öffentlichen Verkehrsmitteln Pflicht. Hat man im Vorfeld dem Hund das Tragen des Maulkorbs angewöhnt, wird dieser ihn auch ohne weiteres und sogar freudig sich aufsetzen lassen.

Viele Gründe sprechen für einen gut sitzenden Maulkorb und die Gewöhnung daran. Er sollte Bestandteil des Hundeequipments sein, genauso wie Halsband und Leine.

Derzeit ist ein großes Kontingent an Maulkörben eingetroffen und bei uns erhältlich. Die Auswahl und Anforderung eines Maulkorbs und/oder Maulkorbberatung können per Mail info@ilona-lindner.de erfolgen.

 

 

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