Diese Frage hören wir sehr häufig.
Und die gute Nachricht zuerst: Viele ängstliche Galgos werden mit der Zeit deutlich sicherer. Sie lernen, ihrer Umwelt zu vertrauen, entwickeln mehr Selbstständigkeit und zeigen irgendwann Seiten ihrer Persönlichkeit, die am Anfang kaum zu erkennen waren.
Aber: Dafür braucht es Zeit – und vor allem die richtige Unterstützung. Denn, ob ein Galgo nur ängstlich, misstrauisch, umweltunsicher oder ein echter Angsthund ist, muss gründlich eingeschätzt werden.
Warum ist mein Galgo so unsicher?
Jeder Hund aus dem Tierschutz bringt seine ganz eigene Geschichte mit. Manche Hunde hatten bereits gute Erfahrungen mit Menschen und ihrer Umwelt, andere hatten kaum Gelegenheit, unterschiedliche Situationen kennenzulernen.
Gerade bei Galgos können fehlende Erfahrungen, eine wenig abwechslungsreiche Welpenzeit, genetische Veranlagungen oder belastende Erlebnisse dazu führen, dass bestimmte Situationen zunächst sehr beängstigend wirken.
Ein fremder Mensch kommt zu Besuch.
Ein Mann geht auf den Hund zu.
Kinder bewegen sich plötzlich und laut.
Ein Gegenstand steht an einer Stelle, an der er gestern noch nicht stand.
Ein Geräusch erschreckt den Hund.
Für uns sind das Kleinigkeiten. Für einen unsicheren Hund können sie richtig groß sein.
Viele Galgos reagieren dann mit Ausweichen, Erstarren oder Fluchtverhalten. Manche ziehen sich zurück, andere möchten möglichst schnell Abstand gewinnen.
Und genau hier lohnt es sich, früh hinzuschauen.
Denn aus kleinen Unsicherheiten können große Probleme werden
Was am Anfang vielleicht noch harmlos aussieht, kann sich mit der Zeit verstärken.
Der Hund weicht einem Menschen aus – und der Mensch geht ihm zuliebe einen Schritt zurück.
Der Hund erschrickt – und die Situation wird sofort beendet.
Der Hund möchte nicht an etwas vorbei – und man lässt ihn lieber ausweichen.
Natürlich möchten wir unserem Hund helfen. Und selbstverständlich soll ein ängstlicher Hund nicht überfordert oder einfach „da durch“ gezwungen werden.
Aber wie wir auf die Unsicherheit reagieren, kann entscheidend dafür sein, wie sich das Verhalten weiterentwickelt.
Deshalb ist es so wichtig zu wissen:
Wann braucht mein Hund Schutz? Wann braucht er Abstand? Und wann braucht er von mir Orientierung und eine freundliche, klare Führung?
Genau das lässt sich nicht zuverlässig anhand eines Social-Media-Videos oder allgemeinen Trainingstipps beantworten.
Denn jeder Hund ist anders.
Gerade bei ängstlichen Hunden ist „einfach mal ausprobieren“ keine gute Strategie
Im Internet findet man unzählige Tipps: ignorieren, locken, füttern, streicheln, konfrontieren, Abstand halten, Situationen aussitzen …
Das Problem: Was für den einen Hund hilfreich ist, kann für einen anderen Hund völlig ungeeignet sein.
Deshalb schauen wir uns nicht nur das Verhalten des Hundes an, sondern auch das des Menschen.
Wir möchten verstehen, warum Ihr Hund gerade so reagiert, was ihm Sicherheit gibt und was Sie als Mensch konkret tun können.
Denn unser Ziel ist nicht, dass Ihr Galgo einfach irgendwie funktioniert.
Unser Ziel ist, dass Sie Ihren Hund verstehen und Ihr Hund sich an Ihnen orientieren kann.
Warten Sie nicht, bis aus Unsicherheit ein echtes Problem wird
Wenn Ihr Galgo momentan nur bei manchen Situationen zurückweicht, Menschen unheimlich findet, sich draußen schwer entspannen kann oder bei bestimmten Reizen unsicher reagiert, muss das noch kein großes Problem sein.
Aber genau jetzt ist ein guter Zeitpunkt, sich Unterstützung zu holen.
Je früher Sie verstehen, was hinter dem Verhalten Ihres Hundes steckt, desto leichter können Sie Ihren Alltag entsprechend gestalten und Ihrem Hund Sicherheit geben.
Sie müssen nicht erst warten, bis Ihr Hund vor Besuch sich in der hintersten Ecke verkriecht, Spaziergänge zum Spießrutenlauf werden oder die ganze Familie nicht mehr weiß, wie sie sich richtig verhalten soll.
Sie müssen das nicht alleine herausfinden.
Wir begleiten Sie dabei, Ihren Hund besser zu verstehen, Situationen richtig einzuschätzen und im Alltag sicher und angemessen zu handeln.
Wenn Sie merken:
„Irgendwie ist mein Galgo unsicher – und ich weiß nicht, ob ich gerade richtig mit ihm umgehe.“
… dann ist das bereits ein guter Grund, mit uns zu sprechen.
Vereinbaren Sie einen Termin bei uns!
Gemeinsam schauen wir uns an, wo Ihr Hund gerade steht, was ihn verunsichert und welche Schritte für Sie und Ihren Hund sinnvoll sind.
Und wenn Ihr Hund mehrere Baustellen mitbringt oder Sie sich eine besonders intensive Begleitung wünschen, kann auch ein Intensivtraining sinnvoll sein.
Je früher Sie verstehen, was Ihr Hund braucht, desto eher können Sie ihm Sicherheit geben – und desto weniger müssen Sie später mühsam korrigieren.